Feinplanung der Unterrichtseinheiten
Oft wird die Frage gestellt, wie lange dauert es, bis ein Schüler soweit ist, dass er in einem Clubturnier mitspielen kann ?
Die Antwort ist nicht einfach zu sagen. Natürlich hängt es ganz zentral vom Lehrer ab. Ist sein Unterricht unstrukturiert, kein oder schlechtes Unterrichtsmaterial, wird ständig zwischen den verschiedenen Themen hin und her gesprungen, … , dann wird der Schüler nicht wirklich was lernen. Dieses Manko versucht dieser Lehrgang, der auch für ein Selbststudium geeignet ist, zu verhindern oder wenigstens zu vermindern. Wir gehen strukturiert die einzelnen Themen durch. Wenn sich der Lehrer daran hält, dann sind alle Vorraussetzungen für ein effizientes Lernen gegeben.
Wie läuft ein normaler Bridgeunterricht ab ?
Ich möchte mal von meinem ersten Unterricht als Lehrer berichten. Wir haben uns über 12 Wochen einmal in der Woche zum Unterricht getroffen. Meine Schüler hatten meine Unterlagen zum Vor- und Nacharbeiten, und für die Beispiele zum Unterricht gab es codierte Karten mit der Möglichkeit ein Lösungsbuch zu erwerben. Also rund um ein rundes Programm, was man nicht bei jedem Lehrer hat. Der größte Teil der Schüler hatte schon mal Unterricht. Das sind eigentlich ideale Vorraussetzungen. Danach machte ich noch 6 Unterrichtseinheiten, wobei einzelne Beispiele wiederholt wurden. Die Kartenverteilungen kannten also meine Schüler.
Der Lernerfolg war sehr unterschiedlich und für mich als Summe unbefriedigend. Man hatte keine Zeit zum Anschauen, …
Mein Fazit aus dem Kurs ist ganz einfach:
- 2-3 Stundenunterricht in der Woche reichen nicht aus. Eine Woche Pause ist auch nicht zielführend, denn man vergisst den Lernstoff zu schnell wieder und der Lehrer muss ihn ständig wiederholen und man kommt nicht voran.
- Ein Schüler sollte sich im Klaren sein, er muss für sein Lernerfolg etwas tun. Das bedeutet, wenn er zum Unterricht kommt, beherrscht er den gehabten Unterrichtsstoff! Wenn er was nicht verstanden, fragt er nach. Er macht sich Notizen, was er falsch gemacht hat oder was man immer wieder vergißt. Er merkt sich also seine Fehler und arbeitet daran sie nicht ein 2. Mal zu machen.
- Aus meiner Sicht sollte sich jeder Schüler mindestens 8 Stunden in der Woche mit dem Thema beschäftigen. Wo mache ich Fehler, wie kann ich sie vermeiden, sich aufschreiben, woran man denken muss,….
Um die Schülern bei ihrem Lernen zu Hause zu unterstützen, erfolgt in Zukunft die Bereitstellung meines KI-Mentors Sasha. Er wird in meine Software integriert und stellt Übungsaufgaben für die Schüler bereit. In Abhängigkeit des individuellen Fortschrittes begleitet er den Lernenden, bewertet seinen Erfolg, empfiehlt den nächsten Schritt, verweist auf neue Lerninhalte, die gelesen werden sollen…. Optional kann der Lehrer auch automatisch informiert werden, damit er auf individuelle Schwächen eingehen kann oder auch nur einfach seinen Unterricht planen kann. Wo sind noch Unsicherheiten? …. Dies steht auf meiner Planung.
Der Lehrer sollte am Anfang mit den Schülern klären, wie der Unterricht ablaufen soll. Solange mein „Sasha“ noch nicht vollständig programmiert ist, gibt es genügend Übungen, die man gut als Hausaufgabe zu Hause macht und dann mit dem Lehrer bespricht.
Angebote an die Clubs zur Unterstützung des Unterrichtes.
Wir bieten ein vollständiges strukturiertes Konzept an, zu denen es Kartenverteilungen, Lösungshefte, Online-Theorie, Lernsoftware,.. gehören. Die einzigste Arbeit der Clubs/Vereine ist es, die Schüler zu finden und jemanden, der das vorhanden Material den Schülern erklärt. Hört sich einfach, aber ganz so ist es nicht.
An dieser Stelle kann ich den Clubs gerne helfen. Unser Konzept entstand in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bridgelehrern.
Gestaltung und zeitlicher Rahmen des Unterrichtes
Vielleicht wird sich jetzt der eine oder anderer Leser fragen, was jetzt kommt, aber der Lehrer muss sich im Vorhinein ein paar Gedanken machen. Welche Zielgruppe möchte ich anpeilen?
- Wenn er eine Schüler-AG an eine Schule oder einen Uni-Kurs anbietet, dann kommen junge Bridgeschüler, die voll im Lernprozess stehen. Neues Fachwissen sich zu merken, sind sie trainiert und sie können schnell lernen.
Ich würde auch vermuten, eine Unterrichteinheit wird 1,5 Stunden dauern.
- Eine andere Zielgruppe sind Erwachsene, die entweder noch im Berufsleben stehen oder gerade in den Ruhestand gewechselt sind. Anders gesagt, sie sind in einem Alter um die 60zig. Das Lernen von neuen Wissen ist etwas eingerostet, es kostet mehr Mühe,…
Die Themen sollten beispielsweise nicht zu vielschichtig sein und der Lehrer sollte mehr Wiederholungen einplanen. Bei Studenten ist es viel einfacher. Sie sind eher Leistungssportler im Lernen.
In Abhängigkeit der Zielgruppe sollten wir den Unterricht im Detail unterschiedlich aufbauen.
Nehmen wir mal an, wir haben Schüler aus der 8./9. Klasse. Klar das Hauptthema ist immer am Anfang der Spielplan, aber man kann den Schülern sicher schon mal „Figurenpunkte zählen“ zu muten und ihnen die Kontraktabelle vorstellen. Wenn man beide Seiten zusammen addiert, dann kann man die Kontakthöhe einfach ablesen. Mehr ist nicht notwendig. (Bridge ohne Reizen)
Anmerkung: Fachkundige Leser werden jetzt mit dem Begriff Minibridge kommen. Nein, wir werden keine 10 Einheiten Minibridge machen.
Anders sieht es bei den Erwachsenen aus. Im Durchschnitt geistig nicht mehr so flexibel. Auch muss sich der Lehrer überlegen, wie lange eine Unterrichtseinheit dauern soll. Gewöhnlich liegt sie zwischen 2 und 3 Stunden, wobei der Lehrer nach spätestens 90 Minuten eine kurze Pause einplanen muss, denn die menschliche Konzentration ist spätestens dann erschöpft.
Bei den Erwachsenen halte ich es für sehr empfehlenswert die Bridgethemen nacheinander abzuarbeiten, damit sich die Teilnehmer am Anfang nur auf eine Sache konzentrieren müssen.
Grundsätzlich ist Unterricht wie folgt aufgebaut:
Wir nehmen an, der Spielplan des Alleinspieler wird unterrichtet. Jeder Teilnehmer ist dabei der Alleinspieler. Der Lehrer macht für alle „Tische“ das Ausspiel. So wird die Unterrichtszeit optimal zum Lernen verwendet. Niemand ist Dummy und niemand ist Gegenspieler und muss sich mit einem anderen Thema beschäftigen. Man könnte auch Gruppenarbeit zu zweit erlauben, wenn es gewünscht ist.
Beispiel Reizung: Auch hier war jeder Teilnehmer entweder Eröffner oder Antwortender. So hatte jeder Spieler die gleichen Karten und damit auch die gleiche Gedankenwelt, wenn der Lehrer etwas erklärte.
Wenn die Reizung beendet ist, dann wird eine andere Kartenverteilung genommen und die Reizung beginnt von vorne. Gespielt wird am Anfang nicht. So hat man genau ein Thema.
Aus logischen Überlegungen sind 3 Stunden ein Maximum für ein Tag. Wir haben schon erlebt, dass Anfängerkurse am Sa und So mit 2 * 7 Stunden (natürlich mit Pausen) gelegt waren. Davon raten wir aber ab. Der Schüler muß die Inhalte „sacken“ lassen und verarbeiten können. Er ist keine Wassertonne, in der der Lehrer nur Wasser reinschütten muss, bis sie voll ist.
An dieser Stelle wollen wir verschiedene Unterrichtspläne für den Lehrer beispielhaft genauer beschreiben. Das Hauptthema ist immer der Spielplan. Wie spiele ich meine 13 Karten ab. Wir beginnend mit SA-Kontrakten, dann mit den Farbpläne und zum Schluß die unsichere Stiche (Beispiel: König soll gefangen werden). Zu jedem der 3 Spielplänen stehen jeweils 24 Beispiele zur Verfügung, die der Lehrer einsetzen kann.
Das Reizthema sollte etwas später - vielleicht auch parallel - beginnen, wenn die Schüler das Grundprinzip der Spielpläne verstanden haben. Bei „1,5 Einheit“ werden wir auch eine einfache „Reizung“ vorstellen, wenn man schnell spielen möchte.
Wir wollen noch mal deutlich darauf hinweisen, der Lehrer muss mit seinen Schülern abstimmen, wie sie sich den Unterricht wünschen. Wieviel Zeit sie investieren wollen, wie „leistungsfähig“ sie sind,… Vielleicht macht es dann auch Sinn, 2 Gruppen zu bilden. Was richtig ist, können wir so pauschal nicht sagen.
Auch der bekannte Bridgeautor Eddie Kantar beginnt in seinem Buch für Anfänger mit den Spielplänen.
Voraussetzungen, um an einem Clubturnier teilzunehmen !
Am Anfang ist die Aufgabe vom Lehrer, gewisse Grundkenntnisse zu vermitteln. Sofort mit 4er-Tische zu beginnen, ist wenig produktiv. (Siehe Kapitel …). Alle Schüler/anfänger Lernen ein Thema.
Damit unsere Anfänger ihren Weg und ihre Zwischenziele kennen, beschreiben wir jetzt die einzelnen Schritte und das notwendige Wissen, das sie beherrschen müssen. Damit sie ihr Gelerntes auf mal selbständig anwenden können und Spaß haben, sollte der Lehrer kleine Turniere anbieten, deren Kartenverteilungen an ihrem Kenntnisstand angepasst sind.
Wir führen verschiedene Lernmeilensteine ein, bei denen man ein kleines Turnier für die Schüler anbieten kann. Dazu würde ich auch ein paar Clubspieler einladen oder vielleicht auch in den Clubräumen spielen. So lernt man sich schon mal kennen und verliert später die Hemmungen im Club zuspielen.
1. Lernmeilenstein: Zwischenturnier „Bridge im Turnier“: (Boardsverteilungen ohne Gegenreizung)
Voraussetzung:
- Spielplan (SA + Farbe),
- Reizung (SA + Farbe) oder TL gibt den Kontrakt am Tisch vor oder FL werden auf einer Achse addiert (Bridge ohne Reizen)
Turnierleiter (TL) gibt die Ausspielkarte vor
Spieldauer eines Boards: 12 min
Zusätzlich sollten „nette“ Clubspieler mitspielen, so dass man sich kennenlernt.
2. Lernmeilenstein: Zwischenturnier „Integrationsturnier“: (Boardsverteilungen mit Gegenreizung)
Voraussetzung:
- Spielplan (SA + Farbe),
- Reizung (SA + Farbe) oder TL gibt den Kontrakt am Tisch vor oder FL werden auf einer Achse addiert (Bridge ohne Reizen)
- Gegenreizung oder FL werden auf einer Achse addiert (Bridge ohne Reizen)
Turnierleiter (TL) gibt die Ausspielkarte vor
Spieldauer eines Boards: 10 min
Zusätzlich sollten „nette“ Clubspieler mitspielen, so dass man sich kennenlernt.
3. Lernmeilenstein: Zwischenturnier „Übergangsturnier“:
Voraussetzung:
- Spielplan (SA + Farbe),
- Reizung (SA + Farbe) oder TL gibt sie vor am Tisch oder FL werden auf einer Achse addiert (Bridge ohne Reizen)
- Gegenreizung oder FL werden auf einer Achse addiert (Bridge ohne Reizen)
Turnierleiter (TL) gibt die Ausspielkarte vor
Spieldauer eines Boards: 8 min
Zusätzlich sollten „nette“ Clubspieler mitspielen, so dass man sich kennenlernt.
4. Lernmeilenstein: Erstes Turnier im Club (zufällig gemischte Hände, aber ohne starke Hände und Schlemmverteilung)
Voraussetzung:
- Spielplan (SA + Farbe),
- Spielplan mit unsichere Stiche
- Gegenspiel (1. Ausspiel/3. Mann)
- Reizung (SA + Farbe) -> EÖ 1er Stufe
- Gegenreizung
Offen:
- Vollständige Reizung der EÖ (Eröffnung 2er Stufe)
- Wettbewerbsreizung (EÖ)
- Schlemmreizung
- Markierungen im Gegenspiel
5. Lernmeilenstein: Normales Turnier im Club
Zusätzliche Voraussetzungen:
- Vollständige Reizung der EÖ (Eröffnung 2er Stufe)
Optional:
- Starke Eröffnungen (-> Schüler einfach natürlich reizen), Schlemmreizung
- Wettbewerbsreizung (EÖ)
- Schlemmreizung
- Markierungen im Gegenspiel
- ….
Grundsätzlich muss ab dem 4. Lernmeilenstein der Unterricht außerhalb der Turnierspielzeiten angeboten werden. Dazu gehören dann auch Themen wie Benjamin, …. , die auch super als Auffrischungsunterricht für normale Clubspieler geeignet sind. Solcher Unterricht kann auch gerne clubübergreifend organisiert werden. Häufig reichen zum Anfang die Interessenten nicht für ein Verein aus, aber ich sage immer, zusammen sind wir stark.
Ein betreutes Spielen gehört grundsätzlich außerhalb der Turnierzeiten angeboten, auf keinen Fall parallel zu einem Clubturnier. Wenn unsere Anfänger bei den ersten Turnieren mitspielen, dann besteht auf jeden Fall noch größerer Bedarf an einer Betreuung. Sie können ja nicht gleichzeitig an 2 Orten sein. Das schließt sich einfach logisch aus.
Jetzt möchte ich an dieser Stelle aufhören. Ich plane in Zukunft auch Hilfen beim betreuten Spielen anzubieten, aber alles zu seiner Zeit.
Beispiel für eine Kursplanung
1. Spielend Bridge Lernen - Einstiegskurs
Der Spielplan ist die wichtigste Komponente im Bridgespiel. Die beste Reizung nützt nichts, wenn das Spiel durch einen Planungsfehler verloren wird. In 24 Kartenverteilungen wird zuerst das Spiel geplant und dann gespielt. Auch wenn die Themen der Spiele (z.B. Reihenfolge planen, Entblockieren) nicht zu komplex sind, stellen Sie für einen Einsteiger eine nicht unerhebliche Herausforderung dar. Umfangreichere Fragestellungen (z.B. Impass, Expass, Wahrscheinlichkeiten) werden bewusst weggelassen und in einem späteren Lehrgang (3) erklärt. Kenntnisse zur Reizung sind nicht erforderlich, da zu jedem Lehrgangsspiel der Kontrakt vorgegeben wird. Auch wenn eine Reizung unter Anwendung von Forum D (ggf. Minibridge-Reizung) oder eines anderen natürlichen Bietsystems grundsätzlich möglich ist, sollte sie aus pädagogischen Gründen weggelassen werden. Jede Ablenkung vom Spielplan (das Zählen von Figurenpunkten lenkt ab!) vermindert die Konzentration für den Lehrgang und damit das wichtigste Thema beim Bridge überhaupt.
Unterrichtsmaterial: codierte Karten (24 Beispiele)
2. Spielend Bridge Lernen – Aufbaukurs
Analog zum ersten Lehrgang werden 24 Kartenverteilungen zum Farbspiel vorgestellt. Auch hier ist Reizen bzw. das Zählen von Figurenpunkten zwar möglich, für den Lernerfolg aber eher kontraproduktiv.
Voraussetzung: Teilnahme ist ein abgeschlossener „Spielend Bridge Lernen - Einstiegskurs“.
Unterrichtsmaterial: codierte Karten (24 Beispiele)
3. Spielend Bridge Lernen – Unsichere Stiche
In diesem Lehrgang wird erklärt, wie unsichere Stiche mit einer möglichst hohen Wahrscheinlichkeit erzielt werden können. Ein Stich gilt dann als unsicher, wenn dessen Gewinn von der Verteilung der gegnerischen Karten abhängt.
Voraussetzung: Teilnahme ist ein abgeschlossener „Spielend Bridge Lernen - Aufbaukurs“.
Unterrichtsmaterial: codierte Karten (24 Beispiele)
4. Spielend Bridge Lernen - Gegenspiel
Hier lernen wir, was tun muss, um das angesagte Spiel des Alleinspielers zu schlagen. Dazu gibt es gewissen allgemein benutzte Absprachen, die gelernt werden. Welche Karten spiele ich aus? Höchste einer Sequenz,… Ausspielmarken und vieles mehr.
Voraussetzung: Teilnahme ist ein abgeschlossener „Spielend Bridge Lernen - Unsichere Stiche“.
5. Die Reizung im Bridge (Grundkurs Reizung)
Wir beginnen die Reizung mit der Eröffnung 1 SA. Diese Eröffnung ist wegen der präzisen Blattbeschreibung für den Einstieg vorteilhaft und kommt auch in allen 24 Spielen des Lehrgangs zum Einsatz. Es wird beschrieben, wie der Antwortende mit der einfachen Hebung, dem Transfer oder dem Stayman den richtigen Endkontrakt herausfinden bzw. ansagen kann. Komplizierte Antworten (z.B. Transfer auf Unterfarben, Assfrage nach Gerber) werden bewusst weggelassen, um den Einsteiger nicht zu überfordern. Weil in den ersten beiden Lehrgängen auf jegliches Zählen von Figurenpunkten verzichtet worden ist, werden außerdem die Grundbegriffe der Reizung, die Bietstufen und Prämien sowie die Ermittlung von Figuren- , Längen- und Verteilungspunkten erklärt.
Voraussetzung: Teilnahme ist ein abgeschlossener „Spielend Bridge Lernen - Einstiegskurs“.
Unterrichtsmaterial: codierte Karten (24 Beispiele)
6. Grundkurs Reizung - Aufbaukurs
Die Farberöffnungen auf der Einerstufe und die wichtigsten Antworten des Partners sind ein sehr umfangreiches Thema. Daher enthält dieser Lehrgang (als einziger der Trainingsreihe) nicht 24, sondern 48 Spiele. Auch hier werden nur die wichtigsten Grundlagen erklärt. Besondere Konventionen (z.B. Bergen- Hebungen, Stenberg) mögen für den Turnierspieler hilfreich sein; der Einsteiger würde bedingt durch deren Komplexität nur unnötig aufgehalten.
Voraussetzung: Teilnahme ist ein abgeschlossener „Grundkurs Reizung“.
Unterrichtsmaterial: codierte Karten (24 Beispiele)
7. Grundkurs Gegenreizung
Auch wenn in diesem Lehrgang nur Grundlagen erklärt werden, sind diese für einen Einsteiger alles andere als einfach. Bevor Sie mit der Gegenreizung starten, lassen Sie daher die Lernenden bitte ein wenig spielen und die ungestörte Reizung trainieren. Dies ist z.B. mit den Übungsspielen aus dem Turnierbuch 'Bridge im Turnier' möglich. Ohne die erforderliche Sicherheit beim Spielplan und der einfachen ungestörten Reizung, ergibt das Erklären einiger Gegenreizungen keinen Sinn. Beispielsweise ist ein Opferspiel schwer zu erklären, wenn die Gegner das Vollspiel verlieren oder gar nicht erst ausreizen.
Voraussetzung: Teilnahme ist ein abgeschlossener „Grundkurs Reizung - Aufbaukurs“.
Unterrichtsmaterial: codierte Karten (24 Beispiele)
8. Bridge für Fortgeschrittene
Die Teilnehmer legen selber fest, welche Themenbereiche wir uns anschauen wollen.
Als aktiver Spieler fällt mir immer wieder auf, das Themen wie Blattbewertung, richtiges Lesen der generischen Reizung, wie plane ich mein Alleinspiel richtig, das richtige Gegenspiel,… sehr nützlich sind, um zu gewinnen. Ich gewinne nur, wenn ich alle 13 Karten optimal abspiele. Natürlich können wir uns auch verschiedene Reizkonventionen (Lebensohl, schwache Oberfarberöffnungen, Karo-Multi,….) betrachten.
Voraussetzung: Abgeschlossenen Anfängerkurse.
Verschiedene Themenbereiche stehen zur Auswahl. Themenbereich wie Opferspiele, Schlemmreizung, Bridge im Turnier, individuelle Themen, Lebensohl, Lesen der gegnerischen Reizung, Blattbewertung,…
Zeitliche Unterrichtsreihenfolge:
In meiner praktischen Umsetzung ist es durchaus möglich, die Spielplanthemen („Spielend Bridge Lernen“) auch parallel zur Reizung zu lehren. Beim Reizen verzichtet man dann am Anfang auf das Spielen.
Spielend Bridge Lernen
Einstiegskurs
Spielend Bridge Lernen
Aufbaukurs
Spielend Bridge Lernen
Unsichere Stiche
Grundkurs Reizung
Aufbaukurs
Spielend Bridge Lernen
Gegenspiel